Kapitalanlagen



Das Risikoprofil des Geschäftsbereichs Freizügigkeitskonten erfordert eine Anlagestrategie, bei der das Schwergewicht auf der Sicherheit liegt – eine dynamische Anlagestrategie wurde gewählt: Sie wird entsprechend der finanziellen Situation systematisch angepasst.

AnlagekategorienUntere BandbreiteSAAObere Bandbreite
Liquidität / Short Duration
32.5%47.5%65.0%
Obligationen Schweiz12.0%14.0%16.0%
Obligationen Welt12.5%14.5%16.5%
Aktien Schweiz3.0%4.0%5.0%
Aktien Welt5.0%10.0%13.0%
Akten Emerging Markets1.0%2.0%3.0%
Immobilien Schweiz2.0%7.0%10.0%
Immobilien Welt0.0%0.0%2.0%
Commodities0.0%1.0%1.5%

Klare Funktionentrennung und externe Vermögensverwaltung

Die Anlageorganisation der Stiftung Auffangeinrichtung BVG unterscheidet zwischen den Funktionen „Festlegen der Grundsätze“, „operative Umsetzung“ und „Überwachung“.

Die Grundsätze und die Mandatsvergabe werden vom Stiftungsrat und vom Anlageausschuss festgelegt.

Die Geschäftsstelle setzt die von Stiftungsrat und Anlageausschuss getroffenen Entscheide in Zusammenarbeit mit den Partnern im Kapitalanlagebereich um bzw. sorgt für deren Umsetzung und überwacht die Umsetzung.

Der Entscheid, welche Wertschriften gekauft oder verkauft werden, wird grundsätzlich durch externe Portfoliomanager gefällt.

 Die gesamte Anlagetätigkeit wird mit Unterstützung externer Controller überwacht.


  1. Die Bewirtschaftung des Vermögens der Auffangeinrichtung erfolgt im Interesse der Destinatäre.
  2. Die Auffangeinrichtung investiert nur dort, wo das Anlagerisiko auch unter Berücksichtigung der Umsetzungskosten durch eine ökonomisch erklärbare Risikoprämie entschädigt wird.
  3. Das Risikomanagement der Auffangeinrichtung ist darauf ausgerichtet, Risiken zu erkennen, zu quantifizieren und zu bewirtschaften.
  4. Die Auffangeinrichtung geht bei der Vermögensbewirtschaftung grundsätzlich nicht vom Glauben an die Prognosefähigkeit betreffend die Entwicklung von Finanzmärkten und makroökonomischen Grössen aus. Sie berücksichtigt bei ihrer Anlagetätigkeit jedoch diesbezüglich mögliche Szenarien.
  5. Die Organisation ist so ausgelegt, dass alle Anlageentscheide gut nachvollziehbar sind und stufengerecht, dem Fachwissen entsprechend gefällt und regelmässig überprüft werden.
  6. Als Anleger sind sich die Verantwortlichen bei der Auffangeinrichtung der ethischen, ökologischen und sozialpolitischen Verantwortung bewusst und berücksichtigen dies im Investitionsverhalten.
  7. Die wesentlichen Aufträge werden unter Wettbewerbsbedingungen erteilt.

Stellungnahme zu „verantwortungsvolles Anlegen“

Für die verantwortlichen Organe der Stiftung Auffangeinrichtung ist die langfristig erfolgreiche Kapitalanlage aufgrund der gesetzlich verankerten, treuhänderischen Sorgfaltspflicht von zentraler Bedeutung. Die Anlagestrategie und deren Umsetzung sind darauf ausgerichtet, unter Berücksichtigung der eingeschränkten Risikofähigkeit, eine optimale Rendite auf den Kapitalanlagen zu erzielen. Weil Vermögensverwaltungskosten erwiesenermassen einen direkten und erheblichen Einfluss auf die langfristige Rendite haben, achtet die Auffangeinrichtung stark auf eine effiziente, kostenoptimierte Umsetzung der Anlagestrategie. Die Vergabe von Vermögensverwaltungsmandaten folgt nach dem Wettbewerb-Prinzip. Dabei werden u.a. auch ESG-Kriterien berücksichtigt.

Die Auffangeinrichtung verzichtet explizit auf die Beteiligung an Firmen, welche sich nicht an die Osloer Abkommen gegen die Herstellung und Verbreitung von Streubomben und Personenminen halten. Ebenfalls ausgeschlossen sind Anlagen in Lebensmittelkontrakte. Zudem hält sich die Auffangeinrichtung an allfällige Sanktionsregime der Schweiz und der UNO.

Die Stimmrechte, welche der Auffangeinrichtung aus den Beteiligungen an kotierten Schweizer Unternehmen zustehen, werden ausnahmslos aktiv im Interesse der Versicherten wahrgenommen. Dies geschieht insbesondere, indem auf die nachhaltige Mehrung des Vorsorgevermögens geachtet wird (gemäss Art. 71 Abs. 1 BVG).


Die eigentliche Vermögensverwaltung erfolgt ausschliesslich über Vermögensverwaltungsmandate. Diese werden an externe Portfoliomanager (Banken oder andere spezialisierte Institutionen), in Einzelfällen an stiftungsinterne Portfoliomanager übertragen.

Vermögensverwaltungsmandate per 1. April 2019:

 Short Duration
  • Pictet Asset Management SA, Genf
  • SYZ Asset Management (Suisse) SA, Genf
  • Aberdeen Asset Managers Limited, London
  • BlackRock Investment Management (UK) Limited, London
  • UBS AG, Zürich
 Darlehen an öffentlich-rechtliche Körperschaften
  • Intern
 Obligationen Schweiz
  • Pictet Asset Management SA, Genf
  • UBS AG, Zürich
 Obligationen Welt
  • Credit Suisse (Schweiz) AG, Zürich, subdelegiert an Credit Suisse Asset Management (Schweiz) AG, Zürich
  • DWS International GmbH, Frankfurt am Main
  • Payden & Rygel, Los Angeles
 Aktien Schweiz
  • Pictet Asset Management SA, Genf 
 Aktien Welt
  • UBS AG, Zürich, subdelegiert an UBS Asset Management (UK) Ltd., London
 Aktien Emerging Markets
  • Credit Suisse: Institutional Funds 
 Immobilen Schweiz
  • Intern 
 Immobilen Welt
  • Intern
 Rohstoffe
  • Morgan Stanley
  • Vontobel Asset Management S.A.
 Währung
  • Record Currency Management plc


Die Daten der Anlagetätigkeit der Portfoliomanager werden durch den Global Custodian sowie die Fondsadministration aufbereitet und überwacht sowie durch den Investment Controller mindestens quartalsweise im Detail analysiert und kommentiert.

Mandate für Global Custody und Beratung / Controlling:

 Global Custodian
  • Banque Pictet & Cie SA
 Fondsgesellschaft
  • FundPartner Solutions (Suisse) SA
 Investment Controller
  • PPCmetrics AG
 Generalversammlungs-Analysen: Schweizer Unternehmen
  • Ethos Services AG 

Seit 2017 vergeben wir Darlehen an öffentlich-rechtliche Körperschaften in der Schweiz bis zu einer Laufzeit von 3 Jahren. Unter Angabe von Laufzeit und Finanzierungsbedarf unterbreiten wir Ihnen gerne ein Angebot. Unser Kontakt: kapitalanlagen@aeis.ch